Multi-Channel-Software für E-Commerce richtig auswählen

Die richtige Multi-Channel-Software im Zusammenspiel mit deinem E-Commerce-Steuerberater

Wer gleichzeitig über Amazon, eBay, Shopify, WooCommerce oder einen eigenen Onlineshop verkauft, muss deutlich mehr als nur Bestellungen verwalten. Zusätzlich entstehen Verkaufsdaten, Gebühren, Retouren, Auszahlungen, Zahlungsreserven, Gutscheine und gegebenenfalls grenzüberschreitende Warenbewegungen.

Diese Daten stammen meist aus mehreren Systemen und lassen sich nicht ohne Weiteres miteinander abstimmen. Werden sie manuell zusammengeführt, entstehen schnell fehlende Buchungen, doppelte Umsätze oder nicht ausgeglichene Zahlungskonten.

Eine passende Multi-Channel- oder E-Commerce-Buchhaltungslösung kann diese Prozesse deutlich vereinfachen. Entscheidend ist aber nicht allein, welche Software die meisten Funktionen bietet. Die Lösung muss zu deinen Verkaufskanälen, Zahlungsanbietern, steuerlichen Pflichten und zur Arbeitsweise deines E-Commerce-Steuerberaters passen.

Das Wichtigste vorab:
Es gibt nicht die eine beste Multi-Channel-Software für alle Onlinehändler. Die richtige Lösung hängt davon ab, ob du vor allem Bestellungen und Warenbestände verwalten, Zahlungsströme abstimmen, DATEV-Buchungen erzeugen oder zusätzlich internationale Umsatzsteuerpflichten abbilden möchtest. Die Auswahl sollte deshalb immer gemeinsam mit deinem E-Commerce-Steuerberater erfolgen.

Was leistet eine Multi-Channel-Software im E-Commerce?

Der Begriff Multi-Channel-Software wird für unterschiedliche Lösungen verwendet. Einige Systeme bündeln Bestellungen und Lagerbestände, andere bereiten Verkaufs- und Zahlungsdaten für die Finanzbuchhaltung auf. Wieder andere ergänzen diese Funktionen um umsatzsteuerliche Auswertungen oder ausländische Meldungen.

Je nach Ausrichtung kann eine solche Software insbesondere:

  • Bestellungen aus mehreren Shops und Marktplätzen importieren,
  • Rechnungen und Gutschriften erstellen,
  • Zahlungen, Gebühren und Rückerstattungen zuordnen,
  • Auszahlungen von Amazon, PayPal, Stripe oder Klarna abstimmen,
  • Lagerbestände kanalübergreifend synchronisieren,
  • steuerlich relevante Transaktionsdaten aufbereiten und
  • Buchungsdaten im DATEV-Format bereitstellen oder direkt übertragen.

Nicht jede Software erfüllt alle diese Aufgaben. Vor der Auswahl muss deshalb geklärt werden, welches Problem gelöst werden soll.

Warum sollte dein E-Commerce-Steuerberater frühzeitig einbezogen werden?

Eine technisch funktionierende Schnittstelle führt nicht automatisch zu einer richtigen Buchhaltung. Vor dem ersten Export müssen unter anderem Konten, Steuerschlüssel, Debitorenlogik, Zahlungsanbieter und Verrechnungskonten eingerichtet werden.

Dein Steuerberater sollte daher insbesondere prüfen:

  • welche Daten tatsächlich aus den Verkaufskanälen benötigt werden,
  • ob Erlöse, Zahlungen, Gebühren und Retouren vollständig erfasst werden,
  • wie OSS-Umsätze und ausländische Umsätze getrennt werden,
  • welche DATEV-Konten und Steuerschlüssel verwendet werden,
  • wie Zahlungsreserven und zeitversetzte Auszahlungen verbucht werden und
  • wie die Vollständigkeit des monatlichen Datenexports kontrolliert wird.

Wird die Software ohne diese Abstimmung eingerichtet, müssen fehlerhafte Buchungslogiken später häufig aufwendig korrigiert werden.

Worauf solltest du bei der Auswahl achten?

Unterstützte Verkaufskanäle

Prüfe nicht nur, ob Amazon, eBay oder Shopify grundsätzlich unterstützt werden. Entscheidend ist, welche konkreten Daten importiert werden. Dazu gehören beispielsweise Bestellungen, Retouren, Marktplatzgebühren, FBA-Bewegungen, Gutscheine und Zahlungsinformationen.

Anbindung der Zahlungsanbieter

Der Abgleich der Erlöse mit PayPal, Stripe, Klarna, Shopify Payments oder Amazon-Auszahlungen ist ein zentraler Bestandteil der E-Commerce-Buchhaltung. Fehlt diese Verbindung, bleiben häufig offene Posten oder Differenzen auf Verrechnungskonten bestehen.

DATEV-Integration

Ein DATEV-Export allein sagt noch wenig über die Qualität der Daten aus. Prüfe gemeinsam mit deinem Steuerberater, ob Erlöse, Zahlungen, Gebühren, Belege und Rückerstattungen vollständig übermittelt werden und ob eine direkte Nutzung des DATEV-Buchungsdatenservice möglich ist.

Umsatzsteuerliche Funktionen

Bei Verkäufen in andere EU-Staaten oder der Nutzung ausländischer Warenlager muss die Software Lieferländer, Steuersätze, OSS-Umsätze und gegebenenfalls Verbringungen richtig unterscheiden können.

Eine Software ersetzt jedoch nicht die steuerliche Beurteilung. Insbesondere die Frage, ob eine ausländische Registrierung erforderlich ist, muss anhand des tatsächlichen Geschäftsmodells geprüft werden.

Rechnungsstellung und Belegarchivierung

Wenn die Software Rechnungen erstellen soll, müssen Nummernkreise, Pflichtangaben, Gutschriften, Fremdwährungen und gegebenenfalls elektronische Rechnungsformate berücksichtigt werden.

Kontroll- und Abstimmungsmöglichkeiten

Eine gute Automatisierung benötigt Kontrollmechanismen. Die Software sollte erkennen lassen, ob Schnittstellen ausgefallen sind, Daten fehlen oder Auszahlungen nicht vollständig abgestimmt wurden.

Skalierbarkeit und Kostenmodell

Viele Anbieter berechnen ihre Preise anhand von Bestellungen oder Transaktionen. Ein stark wachsender Händler sollte deshalb prüfen, wie sich zusätzliche Shops, Marktplätze, Länder und Transaktionsmengen auf die laufenden Kosten auswirken.

Datenschutz und Zugriffsrechte

Prüfe, welche Daten verarbeitet werden, wo sie gespeichert werden und wie der Zugriff für Mitarbeiter und Steuerberater geregelt wird. Auch ein Auftragsverarbeitungsvertrag und ein geregelter Prozess für Benutzerrechte gehören zur Auswahl.

AccountOne, Taxdoo, Billbee und pathway im Vergleich

Hinweis zum Vergleich:
Die Anbieter sind nicht vollständig austauschbar. Ihre Produkte, Schnittstellen, Preise und Leistungsumfänge können sich ändern. Vor einer Entscheidung solltest du die aktuellen Funktionen direkt beim Anbieter prüfen und einen Testmonat gemeinsam mit deinem Steuerberater auswerten.

AccountOne: Schwerpunkt auf E-Commerce-Daten und Buchhaltung

AccountOne positioniert sich als Schnittstelle zwischen Onlinehandel und Buchhaltung. Verkaufs-, Zahlungs- und Gebührendaten aus Marktplätzen, Shops und Zahlungsanbietern werden zusammengeführt und für den Buchhaltungsexport aufbereitet.

Nach Angaben des Anbieters gehören unter anderem folgende Anbindungen zum Portfolio:

  • Amazon, eBay, Etsy, Kaufland und Otto,
  • Shopify, WooCommerce, Shopware und Magento,
  • PayPal, Stripe, Klarna und Mollie sowie
  • DATEV und weitere Buchhaltungssysteme.

AccountOne beschreibt zudem eine umsatzsteuerliche Bewertungsmatrix, mit der Umsätze Steuersätzen und Steuerländern zugeordnet werden. Für eine Nutzung sollte dein Steuerberater vorab festlegen, wie die Daten in DATEV übernommen und monatlich kontrolliert werden.

AccountOne kann besonders interessant sein, wenn:

  • du auf mehreren Marktplätzen und Shops verkaufst,
  • zahlreiche Zahlungsdaten abgestimmt werden müssen,
  • deine Buchhaltung mit DATEV arbeitet und
  • du eine spezialisierte Aufbereitung der E-Commerce-Transaktionen suchst.

Weitere Informationen findest du in der offiziellen Schnittstellenübersicht von AccountOne.

Taxdoo: Buchhaltung und Umsatzsteuerprozesse verbinden

Taxdoo verbindet die automatisierte Erfassung von E-Commerce-Daten mit Funktionen für Buchhaltung und Umsatzsteuer. Nach Angaben des Anbieters können unter anderem Verkaufsdaten, Zahlungen, Gebühren, Retouren und Warenbewegungen aufbereitet werden.

Unterstützt werden nach der aktuellen Anbieterübersicht beispielsweise:

  • Amazon, eBay, Kaufland und Otto,
  • Shopify und verschiedene ERP-Systeme,
  • PayPal, Stripe, Klarna und Mollie sowie
  • DATEV-kompatible Exporte und der DATEV-Buchungsdatenservice.

Für grenzüberschreitende Händler können insbesondere die Aufbereitung von OSS-relevanten Transaktionen sowie die Berücksichtigung ausländischer Warenlager von Bedeutung sein. Welche steuerlichen Leistungen tatsächlich im gewählten Paket enthalten sind, sollte vor Vertragsabschluss genau geklärt werden.

Taxdoo kann besonders interessant sein, wenn:

  • du grenzüberschreitend innerhalb der EU verkaufst,
  • Amazon FBA oder mehrere Shops nutzt,
  • Buchhaltung und Umsatzsteuerdaten in einem System zusammengeführt werden sollen und
  • eine direkte DATEV-Anbindung benötigt wird.

Die aktuellen Anbindungen findest du in der offiziellen Schnittstellenübersicht von Taxdoo.

Billbee: Multichannel-Verwaltung für Bestellungen, Rechnungen und Versand

Billbee ist vor allem eine Multichannel-Lösung für die zentrale Verwaltung von Bestellungen, Artikeln, Rechnungen, Versandprozessen und Lagerbeständen. Die Software kann zahlreiche Verkaufskanäle und Dienstleister miteinander verbinden.

Der Funktionsschwerpunkt liegt unter anderem auf:

  • dem Import und der zentralen Bearbeitung von Bestellungen,
  • der Erstellung und Versendung von Rechnungen und Lieferscheinen,
  • der Versandabwicklung,
  • dem kanalübergreifenden Bestandsabgleich sowie
  • Automatisierungsregeln für wiederkehrende Abläufe.

Billbee bietet einen DATEV-Erlösexport und Möglichkeiten zur Übertragung von Erlösen und Rechnungsdokumenten über den DATEV-Buchungsdatenservice. Nach der aktuellen Billbee-Dokumentation muss der Zahlungsexport jedoch teilweise weiterhin gesondert behandelt werden.

Damit unterscheidet sich Billbee von Lösungen, deren Hauptschwerpunkt in der vollständigen Abstimmung von Erlösen, Gebühren und Zahlungsströmen für die Finanzbuchhaltung liegt.

Billbee kann besonders interessant sein, wenn:

  • du Bestellungen aus vielen Kanälen zentral verwalten möchtest,
  • Rechnungsstellung, Warenbestand und Versand im Vordergrund stehen,
  • du eine flexible Lösung für kleine und mittlere Händler suchst und
  • die buchhalterische Verarbeitung mit deinem Steuerberater gesondert abgestimmt wird.

Mehr zu den Funktionen findest du auf der offiziellen Funktionsseite von Billbee. Die verschiedenen DATEV-Übertragungswege erläutert Billbee in seiner DATEV-Dokumentation.

pathway: Shop- und Zahlungsdaten automatisiert zu DATEV übertragen

pathway bietet Schnittstellen, mit denen Verkaufs- und Zahlungsdaten aus Shops, Marktplätzen und Zahlungsanbietern in buchungsfähige DATEV-Daten überführt werden.

Nach Angaben des Anbieters werden unter anderem verarbeitet:

  • Rechnungen, Erlöse und Zahlungen,
  • Gebühren, Rückerstattungen und Chargebacks,
  • Gutscheine und verschiedene Zahlungsarten,
  • Umsätze nach Steuersatz und Lieferland sowie
  • Daten aus Shopify, WooCommerce, Amazon, Billbee, Stripe, PayPal und weiteren Systemen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem automatischen Matching von Shopumsätzen mit Zahlungen, Gebühren und Erstattungen. Das kann vor allem bei Shopify Payments, Stripe, PayPal, Klarna oder Abo-Modellen relevant sein.

pathway kann besonders interessant sein, wenn:

  • du Shopify oder WooCommerce intensiv nutzt,
  • mehrere Zahlungsanbieter miteinander abgestimmt werden müssen,
  • Stripe- oder Abonnementzahlungen eine wichtige Rolle spielen und
  • die Buchungsdaten möglichst automatisiert an DATEV übergeben werden sollen.

Die aktuellen Anbindungen findest du in der offiziellen Schnittstellenübersicht von pathway.

Welche Lösung passt zu deinem Unternehmen?

Du verkaufst hauptsächlich über Amazon und weitere Marktplätze

Dann können spezialisierte Lösungen wie AccountOne oder Taxdoo sinnvoll sein. Entscheidend ist, ob neben den Bestellungen auch Gebühren, Auszahlungen, Retouren, FBA-Bewegungen und umsatzsteuerliche Informationen vollständig verarbeitet werden.

Du brauchst vor allem eine zentrale Bestell- und Versandverwaltung

Dann kann Billbee eine passende Grundlage darstellen. Die genaue Aufbereitung von Zahlungen und Buchungsdaten sollte allerdings mit deinem Steuerberater und gegebenenfalls einer ergänzenden Buchhaltungsschnittstelle abgestimmt werden.

Du arbeitest intensiv mit Shopify, WooCommerce und mehreren Zahlungsanbietern

Dann kann pathway wegen des Schwerpunkts auf der Zuordnung von Shop- und Zahlungsdaten interessant sein. Das gilt insbesondere für Shopify Payments, Stripe, PayPal, Klarna oder wiederkehrende Zahlungen.

Du verkaufst international und nutzt ausländische Warenlager

In diesem Fall muss die Software nicht nur technisch zu deinen Kanälen passen. Sie muss auch die benötigten Daten für OSS-Meldungen, ausländische Umsatzsteuererklärungen und Warenbewegungen liefern. Taxdoo oder AccountOne können hierfür Funktionen anbieten. Die steuerliche Registrierung und Deklaration muss dennoch gesondert geprüft werden.

Vereinfachtes Praxisbeispiel: Shopify, Amazon und mehrere Zahlungsanbieter

Ein deutscher Onlinehändler verkauft über Shopify und Amazon. Im Shopify-Shop bietet er Zahlungen über Shopify Payments, PayPal und Klarna an. Amazon zahlt die Verkaufserlöse nach Abzug von Gebühren, Erstattungen und Reserven aus.

Die Software muss in diesem Fall mindestens folgende Aufgaben abdecken:

  • Bestellungen aus Shopify und Amazon vollständig importieren,
  • Gutschriften und Rückerstattungen berücksichtigen,
  • Zahlungen den jeweiligen Bestellungen zuordnen,
  • Gebühren und Reserven getrennt erfassen,
  • Amazon-Auszahlungen nachvollziehbar abstimmen und
  • vollständige Buchungsdaten für DATEV bereitstellen.

Benötigt der Händler zusätzlich eine zentrale Lager- und Versandverwaltung, kann eine Kombination verschiedener Systeme sinnvoller sein als der Versuch, sämtliche Prozesse in einer einzigen Software abzubilden.

Typische Fehler bei der Einführung

Die Software wird ohne Abstimmung mit der Steuerkanzlei ausgewählt

Warum problematisch: Das System kann zwar Daten exportieren, aber nicht in der Form, in der sie für die bestehende DATEV-Buchhaltung benötigt werden.

So vermeidest du den Fehler: Kläre vor Vertragsabschluss, welche Exporte, Kontenlogiken und Schnittstellen dein Steuerberater benötigt.

Nur die Verkaufskanäle werden geprüft

Warum problematisch: Ohne Zahlungsanbieter können Erlöse und Auszahlungen nicht vollständig abgestimmt werden.

So vermeidest du den Fehler: Erstelle vor der Auswahl eine vollständige Liste aller Shops, Marktplätze, Zahlungsanbieter, Banken und Warenwirtschaftssysteme.

Der erste Export wird ungeprüft übernommen

Warum problematisch: Fehlerhafte Konten, Steuerschlüssel oder Debitorenlogiken werden anschließend auf Tausende Transaktionen angewendet.

So vermeidest du den Fehler: Spiele zunächst einen vollständigen Testmonat ein und stimme ihn mit Auszahlungen, Rechnungen und Plattformberichten ab.

Automatisierung wird mit Fehlerfreiheit gleichgesetzt

Warum problematisch: Schnittstellen können ausfallen, Plattformen können Datenformate verändern und einzelne Transaktionen können unvollständig sein.

So vermeidest du den Fehler: Definiere monatliche Kontrollen für Datenvollständigkeit, Auszahlungen und Verrechnungskonten.

Umsatzsteuerliche Pflichten werden allein der Software überlassen

Warum problematisch: Die Software kennt technische Transaktionsdaten, aber nicht zwangsläufig alle tatsächlichen Vertrags- und Lieferverhältnisse.

So vermeidest du den Fehler: Lass OSS, ausländische Lager, B2B-Umsätze und lokale Registrierungspflichten fachlich prüfen.

So gehst du bei der Auswahl und Einführung vor

  1. Erfasse alle Verkaufskanäle, Shops und Marktplätze.
  2. Liste sämtliche Zahlungsanbieter und Bankkonten auf.
  3. Kläre, ob Warenwirtschaft, Rechnungsstellung oder Buchhaltung im Vordergrund stehen.
  4. Dokumentiere ausländische Lager und internationale Verkaufsstrukturen.
  5. Stimme die DATEV-Anforderungen mit deinem Steuerberater ab.
  6. Vergleiche die aktuellen Schnittstellen und Funktionsumfänge der Anbieter.
  7. Nutze eine Demo oder Testphase.
  8. Verarbeite zunächst einen abgeschlossenen Testmonat.
  9. Stimme Erlöse, Zahlungen, Gebühren, Retouren und Auszahlungen ab.
  10. Schalte die laufende Automatisierung erst nach erfolgreicher Prüfung frei.

Häufige Fragen zur Multi-Channel-Software

Braucht jeder Onlinehändler eine Multi-Channel-Software?

Nein. Bei wenigen Bestellungen über nur einen Kanal kann ein einfacherer Prozess ausreichen. Mit zunehmenden Transaktionsmengen, mehreren Zahlungsanbietern oder internationalen Verkäufen wird eine automatisierte Lösung jedoch regelmäßig sinnvoll.

Ist Billbee eine vollständige Buchhaltungssoftware?

Billbee ist vor allem eine Multichannel-Lösung für Bestellungen, Rechnungen, Versand und Warenbestände. Es bietet DATEV-Exporte und eine Anbindung an den Buchungsdatenservice, ersetzt aber nicht automatisch die gesamte Finanzbuchhaltung.

Welche Software eignet sich am besten für Amazon FBA?

Das hängt von den weiteren Kanälen und Anforderungen ab. AccountOne und Taxdoo bieten spezialisierte Funktionen für Amazon- und FBA-Daten. Entscheidend ist, ob auch Gebühren, Auszahlungen, Warenbewegungen und ausländische Umsatzsteuerpflichten vollständig abgebildet werden.

Welche Lösung eignet sich für Shopify und Stripe?

Mehrere Anbieter unterstützen Shopify und Stripe. pathway legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Abstimmung von Shop-, Zahlungs- und DATEV-Daten. Auch AccountOne und Taxdoo bieten entsprechende Schnittstellen. Die richtige Wahl hängt vom gesamten Systemaufbau ab.

Ersetzt die Software einen E-Commerce-Steuerberater?

Nein. Die Software kann Daten sammeln und nach hinterlegten Regeln verarbeiten. Die steuerliche Beurteilung des Geschäftsmodells, ausländischer Lager, OSS-Umsätze und besonderer Geschäftsvorfälle bleibt eine fachliche Aufgabe.

Sollte die Software vor Beginn der Buchhaltung eingerichtet werden?

Idealerweise ja. Eine nachträgliche Einrichtung ist möglich, kann aber zu zusätzlichen Arbeiten bei Datenimport, Rechnungskorrektur und Abstimmung früherer Auszahlungen führen.

Fazit: Die Software muss zum gesamten Prozess passen

AccountOne, Taxdoo, Billbee und pathway können E-Commerce-Prozesse deutlich vereinfachen. Sie setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte und lassen sich deshalb nicht allein anhand einer allgemeinen Funktionsliste bewerten.

Vor der Entscheidung solltest du klären, welche Systeme angebunden werden müssen, welche Daten dein Steuerberater benötigt und wie die monatliche Kontrolle erfolgen soll. Besonders wichtig ist ein gemeinsam geprüfter Testmonat, bevor große Datenmengen automatisiert in die Finanzbuchhaltung übernommen werden.

FORTAX unterstützt Onlinehändler bei der Auswahl und Einrichtung geeigneter E-Commerce-Schnittstellen sowie bei der Abstimmung der daraus erzeugten Buchhaltungsdaten.

Welche Software passt zu deinem E-Commerce-Unternehmen?

Wir prüfen gemeinsam mit dir deine Verkaufskanäle, Zahlungsanbieter und DATEV-Prozesse, bevor du dich für eine Lösung entscheidest.

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Offizielle Anbieterinformationen


Stand: 17. Juli 2026

Hinweis: Die dargestellten Funktionen beruhen auf den öffentlich zugänglichen Angaben der jeweiligen Anbieter zum angegebenen Stand. Leistungsumfang, Schnittstellen, Preise und Produktbezeichnungen können sich ändern. Der Beitrag stellt keine uneingeschränkte Produktempfehlung dar. Vor der Auswahl sollten die konkreten betrieblichen, technischen und steuerlichen Anforderungen geprüft werden.

Fachliche Prüfung: Adrian Stricker]